Tep Vanny ist im Gefängnis, weil sie Unrecht nicht schweigend hinnehmen wollte.

Sich in Kambodscha für die Menschenrechte einzusetzen ist in den letzten Jahren immer gefährlicher und schwieriger geworden. Die Behörden gehen gezielt gegen Menschenrechtsaktivist*innen vor, trotz massiver Proteste der Zivilbevölkerung.

Tep Vanny befindet sich mittlerweile zum dritten Mal im Gefängnis. Nach einer Mahnwache, bei der sie gemeinsam mit anderen mutigen Menschen die Freilassung von fünf Menschenrechtsaktivist*innen gefordert hatte, wurde auch sie am 15. August 2016 festgenommen. Ein Gericht verurteilte die 36 jährige Aktivistin und Mutter zweier Kinder zu zweieinhalb Jahren Haft.

Tep Vanny ist ein Symbol für den friedlichen Widerstand in Kambodscha. Die Gerichte reaktivieren alte Verfahren gegen sie und verurteilen sie in Eilprozessen, um sie so lange wie möglich inhaftieren zu können – und um ein Signal an andere Menschenrechtsverteidiger*innen zu senden.

Wir fordern, dass Tep Vanny sofort freigelassen wird und alle offenen Verfahren eingestellt werden. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene, die nur deshalb in Haft sitzt, weil sie ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wahrgenommen hat.

Dieser Appell richtet sich an Premierminister Samdech Hun Sen, Innenminister Sar Kheng und Außenminister Prak Sokhonn und in Kopie an den kambodschanischen Botschafter in Wien.