Menschen sind keine Ware!

Folter, Inhaftierung, Ausbeutung und Vergewaltigung sind tägliche Schrecken für viele Flüchtlinge und Migrant*innen in Libyen. Doch anstatt diese zu beenden hilft Europa Libyen dabei, Menschen in der Hölle gefangen zu halten. Indem die libysche Küstenwache ausgebildet und mit Schiffen versorgt wird, um Migrant*innen ins Land zurück zu transportieren, tragen europäische Staats- und Regierungsoberhäupter zu unsäglichem Leid bei.

Über 5.000 Migrant*innen, Flüchtlinge und Asylsuchende werden in Libyen zu Unrecht in Internierungslagern festgehalten. Die Bedingungen sind kaum vorstellbar - es gibt zu wenig Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung, die Menschen werden systematisch geschlagen, gefoltert und vergewaltigt - mitunter sogar verkauft.

Rufen Sie die libyschen und europäischen Politiker*innen dazu auf, Flüchtlinge und Migrant*innen vor schrecklichen Menschenrechtsverletzungen in Libyen zu schützen.

Wir fordern:

  • Alle Migrant*innen und Flüchtlinge müssen aus den Internierungslagern entlassen werden. Ihre willkürliche Internierung in Libyen muss beendet werden.
  • Alle Vorwürfe von Folter und Misshandlung von Flüchtlingen und Migrant*innen in Libyen müssen untersucht und die Verantwortlichen in einem fairen, transparenten Verfahren belangt werden.
  • Kooperationen zwischen der EU und der afrikanischen Union bzw. den einzelnen Ländern müssen überarbeitet werden, um den Schutz der Menschenrechte von Flüchtlingen und Migrant*innen zu priorisieren.
  • Der UNHCR und seine Arbeit müssen offiziell anerkannt werden.

Dieser Appell richtet sich an Premierminister Fayez Al-Sarraj und den Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk und in Kopie an den Botschafter in Wien.

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