Menschen sind keine Ware!

Über 20.000 Migrant*innen, Flüchtlinge und Asylsuchende werden in Libyen zu Unrecht in Internierungslagern festgehalten. Die Bedingungen sind kaum vorstellbar - es gibt zu wenig Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung, die Menschen werden systematisch geschlagen, gefoltert und vergewaltigt. Laut einem CNN-Bericht kommt es immer wieder zu sogenannten "Sklavenauktionen".

Die libysche Küstenwache, unterstützt und ausgerüstet durch die Europäische Union, nimmt Menschen fest, die diesen Zuständen auf dem Seeweg zu entkommen versuchen, und bringt sie zurück in die Lager.

Rufe die libyschen und vor allem europäischen Politiker*innen dazu auf, diese Menschenrechtsverletzungen an Flüchtlingen und Migrant*innen sofort zu beenden.

Wir fordern:

  • Alle Migrant*innen und Flüchtlinge müssen aus den Internierungslagern entlassen werden. Ihre willkürliche Internierung in Libyen muss beendet werden.
  • Alle Vorwürfe von Folter und Misshandlung von Flüchtlingen und Migrant*innen in Libyen müssen untersucht und die Verantwortlichen in einem fairen, transparenten Verfahren belangt werden.
  • Kooperationen zwischen der EU und der afrikanischen Union bzw. den einzelnen Ländern müssen überarbeitet werden, um den Schutz der Menschenrechte von Flüchtlingen und Migrant*innen zu priorisieren.
  • Der UNHCR und seine Arbeit müssen offiziell anerkannt werden.

Dieser Appell richtet sich an Premierminister Fayez Al-Sarraj und den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean Claude Juncker und in Kopie an den Botschafter in Wien.

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