Aus Syrien Geflüchteten droht in Dänemark Abschiebung

Die dänische Regierung prüft derzeit die Aufenthaltserlaubnis syrischer Geflüchteter, die in Dänemark Zuflucht gesucht haben. Bis zum 1. April 2021 hat die dänische Einwanderungsbehörde bereits 380 Syrer*innen die Aufenthaltserlaubnis entzogen oder nicht verlängert. Das heißt, dass ihnen bei der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit der syrischen Regierung die Abschiebung nach Syrien drohen könnte.

Amnesty International befürchtet, dass von dieser Entscheidung betroffene Syrer*innen in "Ausreisezentren" gebracht werden, wo sie weder Arbeits- noch Bildungsmöglichkeiten hätten, obwohl die Abschiebung nicht unmittelbar bevorsteht. Amnesty befürchtet auch, dass Syrer*innen sich unter diesen Bedingungen unter Druck gesetzt fühlen, nach Syrien zurückzukehren, obwohl sie dort nicht sicher sind.

Amnesty International hat die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Syrien umfassend dokumentiert. Der Zivilbevölkerung, einschließlich zurückkehrender Geflüchteter, drohen in Syrien schwere Menschenrechtsverletzungen wie willkürliche Inhaftierung, Folter und andere Misshandlungen oder Verschwindenlassen. Eine Rückführung nach Syrien würde somit gegen das völkerrechtliche Non-Refoulement-Prinzip verstoßen.

Fordere jetzt, dass syrische Geflüchtete in Dänemark geschützt werden!

Dieser Appell richtet sich an Mattias Tesfaye, Minister für Einwanderung und Integration.