Mehr als 2.000 Menschen droht Abschiebung nach Afghanistan

In den letzten Wochen hat die Türkei 7.100 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Mehr als 2.000 weitere afghanische Staatsangehörige sind derzeit inhaftiert und sollen in Kürze abgeschoben werden.

Die türkischen Behörden geben an, dass die Rückführungen nach Afghanistan freiwillig seien. Die Inhaftierten berichten dagegen, dass sie über ihre geplante Abschiebung einfach in Kenntnis gesetzt wurden. Sie wurden angewiesen, ein Dokument mittels Fingerabdruck zu unterschreiben, das sie nicht verstanden, weil es nur auf Türkisch vorlag. Dabei könnte es sich um ein „Formular zur freiwilligen Rückführung“ handeln. 

Amnesty International stuft Afghanistan als nicht sicher ein, Abschiebungen dorthin bringen die Betroffenen in Gefahr.

Richte jetzt folgende Forderungen an den Generaldirektor für Migrationssteuerung, Abdullah Ayaz:

  • Lassen Sie die inhaftierten Afghan*innen unverzüglich frei.
  • Stellen Sie sicher, dass die inhaftierten Afghan*innen Zugang zum nationalen Asylverfahren bekommen.
  • Stoppen Sie alle Abschiebungen nach Afghanistan.

Appelladressen und Musterbrief sowie Hintergrundinformationen findest du hier.

Wir möchten darauf hinweisen, dass die Teilnahme an unseren Aktionen erst ab einem Mindestalter von 16 Jahren erlaubt ist.