Fehlgeburt in ICE-Haft

Protest gegen ICE © APA/Graham Hughes

Anabell kommt aus Nicaragua und verlor in ICE-Haft ihr ungeborenes Kind. Anstatt sie medizinisch zu versorgen, wurde sie von den Behörden in Einzelhaft gesteckt. Anabell muss sofort freigelassen werden! Nach einer Fehlgeburt ist medizinische Versorgung unbedingt notwendig, denn Infektionen können lebensgefährlich werden. Lasst Anabell frei!

Anabell floh aus Nicaragua in die USA, um dort Schutz zu suchen. Doch bei einer Kontrolle durch Beamt*innen der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) im Februar 2026 wurde sie festgenommen. Kurz darauf stellte sie fest, dass sie schwanger war.

In der Hafteinrichtung bekam Anabell nicht die medizinische Betreuung, die sie eigentlich gebraucht hätte. Und die ihr zustand! Sie musste schwere Gegenstände tragen, obwohl sie starke Schmerzen und Blutungen hatte. Immer wieder bat sie um Hilfe, doch erst Ende März wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Sie hatte eine Fehlgeburt erlitten.

Nach ihrer Rückkehr in die Hafteinrichtung bekam Anabell weiterhin keine medizinische Versorgung. Seit Monaten leidet sie an Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Erbrechen. Anabell hat gerade erst eine Fehlgeburt erlebt. Nun verweigern ihr die Behörden auch noch die Einsicht in ihre Krankenakte, um zu verstehen was passiert ist. Stattdessen wurde Anabell zweimal in Einzelhaft gesteckt!

Die öffentlich verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass Schwangere in ICE-Haft oft keine angemessene Versorgung bekommen. Zwischen dem 1. Jänner 2025 und dem 16. Februar 2026 hat die US-Einwanderungs- und Zollbehörde mindestens 363 Schwangere, Frauen nach der Entbindung oder stillende Frauen abgeschoben. Bis Ende September 2025 kam es Berichten zufolge zu mindestens 16 Fehlgeburten in der Einwanderungshaft.

Ohne Hilfe sind Anabells Leben und Gesundheit in großer Gefahr! Sie muss sofort freigelassen werden. Anabell benötigt dringend eine gynäkologische Behandlung außerhalb der Hafteinrichtung und Zugang zu ihrer Krankenakte.

Freiheit für Anabell! Setz dich jetzt für sie ein und unterschreib die Petition!

Freilassung fordern

Dieser Appell richtet sich an Sam Olson, ICE Field Office Director, Enforcement and Removal Operations (ERO).