In der Türkei eskaliert das Vorgehen der Behörden gegen Menschen der LGBTQIA+ Community derzeit auf alarmierende Weise! Bei Razzien der Polizei wurden Dutzende Personen verhaftet. Wir alle haben das Recht, selbstbestimmt zu leben und zu lieben. Die türkischen Behörden müssen alle willkürlich inhaftierten Personen freilassen!
Bereits seit Jahren werden lesbische, schwule, bisexuelle, trans, queere, intergeschlechtliche, agendered und asexuelle Menschen (LGBTQIA+) in der Türkei diskriminiert und ihre Rechte und Freiheiten eingeschränkt. Doch mit den seit dem 12. September 2026 stattfindenden Razzien gegen Aktivist*innen hat die Verfolgung ein neues, alarmierendes Level erreicht!
Im Rahmen der Polizeiaktion „Meine Familie ist in Sicherheit“ wurden Dutzende Personen verhaftet und hunderte Social Media Konten gesperrt. Mindestens 23 Personen befinden sich noch in Untersuchungshaft. Darunter sind auch die Mitglieder der größten türkischen LGBTQIA-Organisation KAOS GL Janset Kalan, Nedime Erdoğan, Umut Derin und Selin Berghan sowie die Journalistin Tuğba Tekerek.
Die fünf Festgenommenen wurden verhört und in das Sincan-Gefängnis in Ankara gebracht. Ihnen wird „Obszönität“ und „Verstoß gegen das Vereinsgesetz“ vorgeworfen. Ihre Inhaftierung ist willkürlich und diskriminierend. Zudem gibt es Berichte über Gewalt und schlechte Bedingungen in der Untersuchungshaft.
Wir alle haben das Recht, selbstbestimmt zu leben und zu lieben. Menschen aufgrund ihrer Identität oder der Wahrnehmung ihrer Rechte einzusperren ist grausam und unmenschlich.
Fordere die sofortige Freilassung der Aktivist*innen und unterzeichne die Petition.
Dieser Appell richtet sich an Aykut Çelik, Generalstaatsanwalt von Ankara.
