Thailand: Kinder für Protest angeklagt

Mindestens 283 Minderjährige angeklagt

Die thailändischen Behörden verfolgen und belästigen Kinder und Jugendliche, die sich für die Menschenrechte einsetzen, nur weil sie ihr Recht auf friedlichen Protest wahrnehmen.

Seit Juli 2020 hat die thailändische Regierung Strafverfahren gegen mindestens 283 Jugendliche im ganzen Land eingeleitet, weil sie friedlich protestiert und ihre Meinung geäußert haben. Bei den Protesten riefen Minderjährige in ganz Thailand zu politischen Reformen auf und forderten eine Verbesserung des Bildungssystems, den Schutz von Minderheitenrechten und die Gleichstellung der Geschlechter. Dafür begegnet die Regierung den jungen Menschenrechtsverteidiger*innen mit Schikanen, Überwachung und Einschüchterungen.

Zu den verfolgten Jugendlichen zählt auch Thanakorn "Petch" Phiraban. Petch setzte sich für LGBTIQ-Rechte ein und wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen Chan Tonnamphet, eine Aktivistin für indigene Landrechte, wird momentan ermittelt. Auch gegen die Jugendaktivistin "Sand" (Pseudonym zum Schutz der Identität) läuft ein Verfahren, nachdem sie an Protesten in Bangkok teilgenommen und sich friedlich für politische Reformen und die Freilassung der 2021 inhaftierten Anführer*innen der Studierendenproteste eingesetzt hatte.

Friedlicher Protest ist kein Verbrechen, sondern ein Menschenrecht!

Fordere jetzt von den thailändischen Behörden, alle Anklagen gegen Minderjährige, die auf der Ausübung ihrer Menschenrechte basieren, fallen zu lassen.

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Dieser Appell richtet sich an Premierminister Prayut Chan-o-cha .

© AFP via Getty Images

Weltweite Amnesty-Kampagne: Protect the Protest

Unser aller Recht, zu protestieren, war weltweit noch nie so sehr durch Regierungen bedroht wie heute. Mit ihrer weltweiten Kampagne Protect the Protest fordert Amnesty International den Schutz unseres Rechts auf Protest ein. Denn Protest ist ein wirksames Mittel, um Menschenrechte zu schützen und Ungleichheiten abzubauen. Verteidigen wir unser Recht auf Protest!

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