Der im Exil lebende belarussische Journalist Roman Protassewitsch und seine Freundin Sofia Sapega wurden von den belarussischen Behörden unrechtmäßig festgenommen, nachdem ihr Flug von Athen nach Vilnius wegen einer falschen Bombendrohung in Minsk zur Landung gezwungen wurde.

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Am 23. Mai 2021 befand sich Roman Protassewitsch mit seiner Partnerin Sofia Sapega auf einem Flug von Athen nach Vilnius in Litauen. Roman, ein lautstarker Kritiker der belarussischen Regierung, wurde von den belarussischen Behörden wegen seiner Arbeit als bekannter Blogger und Journalist verfolgt. Er war eine prominente öffentliche Person bei den landesweiten Protesten gegen die umstrittenen Wahlen im August 2020. Aus Angst um seine Sicherheit in Weißrussland lebte Protassewitsch seit 2019 im Exil. Als ihr Ryanair-Flug von Athen nach Vilnius den weißrussischen Luftraum durchquerte, ordneten belarussische Fluglotsen plötzlich die Landung des Flugzeugs an und behaupteten, es gäbe den Verdacht einer Bombe an Bord. Das Flugzeug wurde von einem Kampfjet "begleitet", als es auf dem Flughafen von Minsk landete.

Die Verhaftung von Roman und Sofia hat einen internationalen Aufschrei verursacht. Es gibt keine Beweise dafür, dass sie ein international anerkanntes Verbrechen begangen haben. Sie wurden als Vergeltung für Romans kritische journalistische Arbeit willkürlich verhaftet.

Die weißrussischen Behörden sind berüchtigt für Misshandlungen von Menschen, die ihre Meinung äußern. Im August 2020 wurden während der Demonstrationen nach den belarussischen Präsidentschaftswahlen über 30.000 Menschen willkürlich festgenommen. Es gab zudem Hunderte Berichte über Folter und Misshandlungen. Viele der Festgenommenen werden nun zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt, weil sie friedlich ihre Meinung äußern und das belarussische Regime kritisieren.

Im Falle einer Verurteilung drohen Roman Protassewitsch bis zu 20 Jahre Haft und er ist von Folter und anderen Misshandlungen bedroht. Am 24. Mai erschien Roman im belarussischen Staatsfernsehen und legte vor laufender Kamera ein selbstbelastendes "Geständnis" ab, wobei Verletzungen in seinem Gesicht deutlich sichtbar waren. Amnesty International ist besorgt, dass dieses "Geständnis" mit Gewalt erzwungen wurde und dass Sofia Sapega festgehalten wird, um Druck auf Roman auszuüben.

Werde jetzt aktiv und sende hier eine Nachricht an den Generalstaatsanwalt der Republik Belarus, Andrei Shved!

Fordere die sofortige Freilassung von Roman Protassewitsch und Sofia Sapega!