Die Brände, die das Flüchtlingslager Moria zerstörten, haben Tausende Menschen obdachlos gemacht. Sie wurden ohne Zugang zu Wasser, Essen und medinizischer Versorgung zurück gelassen.

Viele haben ihre wenigen Habseligkeiten – einschließlich wichtiger Dokumente für ihre Asylverfahren– im Feuer verloren.
Unter jenen, die jetzt dringen Hilfe brauchen, sind auch Ältere, chronisch Kranke, Kinder, Schwangere, junge Mütter und Menschen mit Behinderungen.

Die griechische Regierung muss sofort handeln

Jetzt braucht es humanitäre Hilfe und die Asylwerber*innen müssen an einen sicheren Ort gebracht werden.
Schon seit Jahren mussten die Menschen unter unmenschlichen Bedingungen in den überfüllten Lagern auf den ägäischen Inseln leben. Zum Zeitpunkt der Brände lebten im Lager Moria 12.500 Menschen – obwohl es nur Kapazitäten für die Unterbringung von 3.000 Menschen gibt.
Die sanitären Anlagen waren immer zu wenig, die medizinische Versorgung nicht adäquat und die Überbelegung machte es schwierig, sich an Hygiene-Standards und andere vorbeugenden Maßnahmen wie Social Distancing, gegen eine Verbreitung von Covid-19, einzuhalten.

Im Laufe der letzten Woche wurden einige Menschen im Camp positiv auf COVID-19 getestet. Dies vergrößerte die Angst um die Gesundheit der Bewohner*innen.

Die Verbesserung der Situation auf Lesbos und den anderen griechischen Inseln durch eine Verringerung der Überbelegung muss jetzt DIE Priorität für die griechischen Behörden sein.

Alle EU-Mitgliedsstaaten müssen mehr Asylwerber*innen aus Griechenland aufnehmen und die aktuelle Politik aufgeben, die Menschen auf den Inseln einzusperren.
Griechenland muss – mit Unterstützung der Europäischen Union – sofort handeln!

Die Menschen, die durch die Brände in Moria betroffen sind, brauchen dringend Schutz und für alle Bewohner*innen der griechischen Flüchtlingslager müssen menschenwürdige Lebensbedingungen sichergestellt werden.

Hilf mit und schicke jetzt eine e-mail an Kyriakos Mitsotakis, den Ministerpräsident von Griechenland

Fordere mit uns:

  • sofortige humanitäre Hilfe für die Bewohner*innen von Moria, einschließlich Notfallsunterkünfte, medizinischer Versorgung, Covid-19-Tests und Behandlung
  • die Übersiedlung von Asylwerber*innen zum griechischen Festland, sowie in andere EU-Mitgliedsstaaten (Relocation)
  • die Sicherstellung, dass die gewählten Maßnahmen die Würde der Bewohner*innen achten und es keine unverhältnismässigen Einschnitte in ihre Menschenrechte und Freiheiten gibt.

Deine E-mail wird an den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis geschickt. Eine Kopie der E-mail geht an die griechische Botschaft in Österreich.