„Allah ist lesbisch“: Dieser Spruch brachte ihr 30 Monate Gefängnis

Ibtissame "Betty" Lachgar © Privat

„Schädigung des Islams“: So lautete die Anklage gegen Ibtissame Lachgar, auch Betty genannt. Sie trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Allah ist lesbisch“. Dafür wurde sie verhaftet und zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Betty ist schwerkrank und braucht dringend eine Operation. Die marokkanischen Behörden müssen sie sofort freilassen!

Betty ist Aktivistin und setzt sich seit Jahren für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, queeren, intergeschlechtlichen, agendered und asexuellen Menschen (LGBTQIA+) in Marokko ein.

Am 31. Juli 2025 postete sie auf X (ehemals Twitter) ein Foto von sich mit einem schwarzen T-Shirt mit der Aufschrift „Allah ist lesbisch“. In der Bildunterschrift äußerte sich Betty kritisch über den Islam und andere Religionen. Sie bezeichnete sie als Systeme, die patriarchale und frauenfeindliche Strukturen aufrechterhalten.

Der Post ging viral. Bald darauf erhielt Betty Vergewaltigungs- und Morddrohungen. In einer Online-Kampagne wurde ihre Festnahme gefordert. Am 10. August 2025 verhaftete die Polizei Betty in der Hauptstadt Rabat. Das Gericht verurteilte sie wegen „Schädigung des Islam“ zu zweieinhalb Jahren Gefängnis. 

Betty leidet an einer schweren Krebserkrankung und braucht dringend eine Operation. Wenn sie diese nicht bald erhält, wird sie ihren linken Arm nicht mehr verwenden können! Doch die Behörden haben bereits mehrere Anträge auf eine vorläufige Freilassung aus medizinischen Gründen abgelehnt.

Wie kann ein T-Shirt mit einem queeren Statement ein Verbrechen sein? Freie Meinungsäußerung ist ein Menschenrecht!

Unterschreibe die Petition und fordere Bettys Freilassung!

Freilassung fordern

Dieser Appell richtet sich an den marokkanischen Premierminister Aziz Akhannouch.