Abolfazl Karimi half bei einem Protest zwei verletzten Frauen. Jetzt droht ihm die Todesstrafe – so wie mindestens 28 anderen, zwei von ihnen Kinder, die einfach für einen besseren Iran protestierten. Seit die USA und Israel angreifen, sind sie in noch größerer Gefahr. Die Versammlungsfreiheit ist ein fundamentales Recht. Der Iran muss sein unmenschliches Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung stoppen und die Todesurteile alle aufheben!
Es war der 6. Jänner 2026: Abolfazl Karimi wollte gerade zwei Frauen helfen, die Schussverletzungen in den Beinen hatten, als Sicherheitskräfte mit Metallkugeln auf ihn feuerten und ihn verwundeten. Alle drei wurden verhaftet.
Im Gefängnis folterten die Beamten Abolfazl und verweigerten ihm die Versorgung seiner Verletzungen. Er wurde gezwungen, belastende Aussagen zu unterschreiben, während seine Augen verbunden waren. Einen Monat später teilte ihm das Revolutionsgericht mit, dass er zum Tode verurteilt werden soll.
Als Reaktion auf die Proteste Anfang des Jahres haben die iranischen Behörden tausende Menschen getötet. Unzählige wurden verhaftet, auch Kinder. Ihnen allen droht nun, in unfairen Schnellverfahren zu langen Gefängnisstrafen oder der Todesstrafe verurteilt zu werden. Nur weil sie gewagt hatten, auf die Straße zu gehen, für ein besseres Leben. Drei Personen wurden bereits hingerichtet!
Seit Beginn der Luftangriffe durch Israel und die USA sind die Gefangenen in noch größerer Gefahr. Einige wurden bewusst in Gebiete in der Nähe möglicher militärischer Ziele verlegt. Die Behörden lassen Gefangene zudem verschwinden und verweigern ihnen den Zugang zu angemessener Nahrung, medizinischer Versorgung und Wasser.
Wir alle haben das Recht, auf die Straße zu gehen und friedlich gegen Missstände zu protestieren. Protest mit dem Tod zu bestrafen ist unsagbar grausam und unmenschlich! Es zeigt die Angst der iranischen Regierung vor ihrer eigenen Bevölkerung.
Fordere von den iranischen Behörden, die Todesurteile sofort aufzuheben! Alle Personen, die allein wegen der Ausübung ihrer Menschenrechte inhaftiert sind, müssen unverzüglich freigelassen werden!
Dieser Appell richtet sich an Gholamhossein Mohseni Ejei, Oberste Justizautorität via die iranische Botschaft in Wien.
Bitte beachten: Allen Personen mit persönlichen Beziehungen in den Iran raten wir, eine Teilnahme zu prüfen. Dieses Schreiben wird mit Vor- und Nachname an den Adressaten im Land gesandt.
