Zwei junge Frauen wegen sexueller Orientierung zum Tode verurteilt

Die iranische Aktivistin Zahra Sedighi-Hamadani (31) und eine weitere junge Frau, Elham Choubdar (24), wurden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und weil sie sich für LGBTIQ-Rechte einsetzen, zum Tode verurteilt. Die Verfahren, die zur Verurteilung der beiden Frauen führten, waren grob unfair.

Die iranischen Revolutionsgarden nahmen Zahra Sedighi-Hamadani Ende 2021 in der Nähe der iranischen Grenze bei dem Versuch, in der Türkei einen Asylantrag zu stellen, fest. Elham Choubdar wurde einige Zeit später festgenommen. Beide wurden Anfang August 2022 zum Tode verurteilt, nachdem das Revolutionsgericht in Urmia in der Provinz West-Aserbaidschan sie sie in grob unfairen Verfahren der "Verdorbenheit auf Erden" für schuldig befunden hatte.

Alles deutet darauf hin, dass die Verfolgung und Verurteilung der beiden jungen Frauen aus diskriminierenden Gründen im Zusammenhang mit ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen sexuellen Orientierung und/oder ihrer Geschlechtsidentität, ihrer friedlichen Verteidigung der Rechte von LGBTIQ-Personen und ihren Verbindungen mit Asylsuchenden der LGBTIQ-Community im Irak erfolgte.

Das iranische Strafgesetzbuch kriminalisiert einvernehmliche sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen des gleichen Geschlechts und auch zwischen Minderjährigen. Sie werden mit Körperstrafen, die der Folter gleichkommen, und der Todesstrafe, der grausamsten, unmenschlichsten und erniedrigendsten aller Strafen, geahndet.

Vor ihrem Ausreiseversuch nahm Zahra eine Videobotschaft auf: "Ich hoffe, dass der Tag kommen wird, an dem wir alle frei in unserem Land leben können ... Jetzt reise ich der Freiheit entgegen. Ich hoffe, dass ich wohlbehalten ankommen werde. Sollte ich es schaffen, werde ich mich weiter für LGBTIQ einsetzen. Ich werde hinter ihnen stehen und meine Stimme für sie erheben. Falls ich es nicht schaffe, werde ich mein Leben dafür gegeben haben."

Fordere jetzt, dass Zahra Sedighi-Hamadani und Elham Choubdar unverzüglich freigelassen werden.

Freilassung fordern

Dieser Appell richtet sich an Gholamhossein Mohseni Ejei, Oberste Justizautorität.