Iran: Menschenrechtsverteidigerin droht Auspeitschung

Die bekannte iranische Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi befindet sich in unrechtmäßiger Einzelhaft. Sie wurde am 16. November 2021 brutal festgenommen und ist in unmittelbarer Gefahr, ausgepeitscht zu werden.

Am 16. November 2021 wurde die prominente Menschenrechtsverteidigerin und Mitglied der Amnesty International Österreich Mediziner*innen-Gruppe Narges Mohammadi in Karaj in der Provinz Alborz im Iran willkürlich verhaftet. Sie nahm gerade an einer Gedenkveranstaltung teil.

Narges Mohammadi war bereits im Mai 2015 willkürlich verhaftet und 2016 zu 16 Jahren Haft verurteilt worden, und zwar ausschließlich weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wahrgenommen hatte. Nach weltweiten Aktionen, unter anderem von Amnesty International, wurde sie im Oktober 2020 aus der Haft entlassen.

Seither wurde Narges Mohammadi jedoch von den iranischen Behörden wiederholt schikaniert, gefoltert und anderweitig misshandelt. Nun drohen ihr zweieinhalb Jahre Gefängnis und 80 Peitschenhiebe.

Auspeitschung stellt Folter dar, die nach dem Völkerrecht ein Verbrechen und nach Artikel 7 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR), dem der Iran als Vertragsstaat beigetreten ist, absolut verboten ist.

Fordere jetzt mit uns Narges Mohammadis unverzügliche Freilassung!

Jetzt Freilassung fordern

Dieser Appell richtet sich an Gholamhossein Mohseni Ejei, Oberste Justizautorität.