DRINGENDES UPDATE:
Nachdem Narges Mohammadi am 12. Dezember 2025 zu weiteren 7,5 Jahren Haft verurteilt wurde, hat sich ihr Gesundheitszustand nach Folter und anderen Misshandlungen besorgniserregend verschlechtert. Sie wurde am 24. März bewusstlos im Gefängnis von Zanjan aufgefunden, vermutlich nach einem Herzinfarkt. Trotz schwerer Symptome erhält sie weiterhin keine angemessene medizinische Versorgung.
Der Einsatz für Menschenrechte ist kein Verbrechen. Die iranischen Behörden müssen Narges Mohammadi sofort bedingungslos freilassen und ihr bis zu ihrer Freilassung eine medizinische Versorgung in einem Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses zukommen lassen!
Die bekannte iranische Menschenrechtsverteidigerin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi wurde im Gefängnis gefoltert und anderweitig misshandelt. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene, die umgehend und bedingungslos freigelassen werden muss!
Narges Mohammadi wird seit Jahren von den iranischen Behörden schikaniert und inhaftiert, nur weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wahrnimmt. Unter anderem prangerte sie die Praxis der Einzelhaft in iranischen Gefängnissen öffentlich an und forderte Rechenschaft für Hunderte rechtswidriger Tötungen während der landesweiten Proteste im November 2019. Ein Gericht verurteilte sie in zwei separaten Fällen zu insgesamt zwölf Jahren und elf Monaten Gefängnis sowie 154 Hieben.
Im Sommer 2024 protestierte Narges Mohammadi gemeinsam mit anderen inhaftierten Frauen friedlich gegen Hinrichtungen im Iran. Am 6. August wurden sie deshalb von den Gefängnisbehörden geschlagen und misshandelt. Narges trug Verletzungen am Arm und in der Brust davon, zudem leidet sie an schweren Herz- und Lungenerkrankungen.
Am 12. Dezember 2025 wurde Narges Mohammadi bei einer Gedenkveranstaltung erneut gewaltsam festgenommen und befindet sich seither in Haft. Am 09. Februar 2026 wurde bekannt, dass die iranischen Behörden sie zu weiteren 7,5 Jahren Haft verurteilt haben. Die Verurteilung basiert auf falschen Vorwürfen der Gefährdung der nationalen Sicherheit, die ausschließlich auf ihren Menschenrechtsaktivismus zurückzuführen sind. Damit beläuft sich die Gesamtdauer der Haftstrafen aus verschiedenen Verfahren, die in den letzten Jahren gegen sie angestrengt wurden, auf 18 Jahre.
Folter, Misshandlungen und ein Herzinfarkt
Seit ihrer erneuten Inhaftierung ist Narges Mohammadi Folter und anderen Misshandlungen ausgesetzt. Am 6. Februar 2026 verlor sie während ihrer Haft in einer Haftanstalt des Geheimdienstministeriums in Mashhad das Bewusstsein und wurde ins Razavi-Krankenhaus gebracht, wo ein Facharzt dringend eine Angiographie Untersuchung Blutgefäße) empfahl. Der Eingriff wurde nie durchgeführt. Stattdessen wurde sie am 10. Februar in das Gefängnis von Zanjan verlegt, wo sie in einem Trakt untergebracht ist, in dem Häftlinge festgehalten werden, die wegen Mordes und anderer Gewaltverbrechen verurteilt wurden.
Eine gut informierte Quelle berichtete Amnesty International, dass Narges Mohammadi am 24. März im Gefängnis von Zanjan bewusstlos aufgefunden wurde, mit kalten Gliedmaßen, Taubheitsgefühlen und nach hinten gerollten Augen. Der Gefängnisarzt sagte, sie habe wahrscheinlich einen Herzinfarkt erlitten. Dennoch weigerten sich die Beamt*innen, sie in ein Krankenhaus zu verlegen. Nach einem Besuch am 29. März berichteten ihre Anwält*innen, sie habe stark an Gewicht verloren und sei blass gewesen.
Die Gefängnisbeamt*innen verweigern ihr medizinische Versorgung für ihre Brustschmerzen, starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Doppelbilder, Blutdruckschwankungen, Ohnmachtsanfälle und andere Symptome.
Fordere jetzt mit uns Narges Mohammadis unverzügliche Freilassung und bis zur Freilassung die dringende medizinische Versorgung in einem Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses!
Dieser Appell richtet sich an Gholamhossein Mohseni Ejei, Oberste Justizautorität.
Bitte beachten: Allen Personen mit persönlichen Beziehungen in den Iran raten wir, eine Teilnahme zu prüfen. Dieses Schreiben wird mit Vor- und Nachname an den Adressaten im Land gesandt.
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