Zhang Yi zeigte einfach nur jemandem ein Foto des Dalai Lama auf seinem Handy. Nun sitzt er im Gefängnis. Die chinesischen Behörden werfen ihm vor, die Staatsmacht stürzen zu wollen. Zhang Yi muss sofort freigelassen werden!
Am 1. Juli 2026 besuchte Zhang Yi zusammen mit seinem jüngeren Bruder das Sera-Kloster in Lhasa in Tibet. Er wollte sich eine Gebetsmatte von einem tibetischen Gläubigen ausleihen, sie konnten sich jedoch nicht verständigen. Deshalb zeigte er dem Mann ein Foto des Dalai Lama auf seinem Handy. Diese Situation beobachteten Beamt*innen in Zivil und Zhang Yi wurde kurz darauf festgenommen. Seit dem 28. Juli steht er offiziell unter dem Verdacht der „Anstiftung zum Umsturz der Staatsmacht“.
Zhang Yi setzt sich seit vielen Jahren für Menschenrechte und Demokratie in China ein. Er war schon einmal für zwei Jahre im Gefängnis, weil er sich 1989 politisch in der Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz engagiert hatte. Damals misshandelten ihn die Gefängnisbeamt*innen so schwer, dass er seither auf einem Ohr taub ist und auf dem anderen nur noch schlecht hört.
Am Tag von Zhang Yis erneuter Festnahme trat das chinesische Gesetz zur ethnischen Einheit in Kraft. Dieses Gesetz enthält weit gefasste und vage formulierte Bestimmungen, die die Förderung der „ethnischen Einheit“ und einer gemeinsamen nationalen Identität vorschreiben. So können die chinesischen Behörden die friedliche Ausübung von Menschenrechten noch stärker einschränken und die Assimilation ethnischer Minderheiten im Land weiter vorantreiben.
Jemandem ein Foto zu zeigen ist kein Umsturz der Staatsmacht! Zhang Yi hat nur friedlich von seinen Menschenrechten Gebrauch gemacht. Die chinesischen Behörden müssen ihn sofort und bedingungslos freilassen!
Fordere Zhang Yis Freilassung und unterschreibe die Petition!
Dieser Appell richtet sich an Wang Junzheng, Parteisekretär der autonomen Region Tibet.
