Sudan: Hunderttausende Kinder mussten ihr Zuhause verlassen.

Kinder spielen im Januar 2026 im Vertriebenenlager Shakshako in Tawila, Sudan.

Warum Ihre Spende jetzt wichtig ist

Seit April 2023 tobt im Sudan ein Krieg, der Millionen Menschen in eine existenzielle Krise gestürzt hat. Bis zu 14,5 Millionen Menschen wurden vertrieben. Gewalt, Hunger und Vertreibung bestimmen den Alltag unzähliger Familien. Trotzdem droht diese Menschenrechtskrise zunehmend in Vergessenheit zu geraten.

Ein neuer Bericht von Amnesty International zeigt, welches Ausmaß die Gewalt erreicht hat: In Al-Fashir in Nord-Darfur wurde die Zivilbevölkerung über Monate systematisch an der Flucht gehindert. Menschen wurden getötet, verschleppt, gefoltert und sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Selbst Kinder wurden gezielt angegriffen, vertrieben oder zwangsweise als Soldat*innen rekrutiert.

Amnesty International bewertet die Verbrechen als Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen.

Makawi (Name geändert) ist 15 Jahre alt und lebt mit einer körperlichen Behinderung. Als bewaffnete Angriffe sein Dorf in Nord-Darfur erreichten, blieb nur die Flucht. Da er selbst nicht laufen konnte, nahm seine Großmutter ihn auf den Rücken und trug ihn in Sicherheit.

Heute lebt er in einem Flüchtlingslager im Tschad. Ohne Rollstuhl kann er sich dort kaum fortbewegen, auch der Schulweg ist für ihn praktisch unerreichbar. Sein größter Wunsch ist es, wieder lernen zu dürfen.

Hunderttausende Kinder mussten ihr Zuhause verlassen. Unzählige wurden zu Waisen. Sie dürfen nicht vergessen werden.

Was Ihre Spende bewirkt

Amnesty International dokumentiert Menschenrechtsverletzungen, befragt Überlebende und sichert Beweise, damit die Verbrechen im Sudan nicht ungestraft bleiben.

Im Fall von Al-Fashir konnte Amnesty International drei verantwortliche RSF-Befehlshaber identifizieren. Unsere Recherchen erhöhen den Druck auf Regierungen, die Vereinten Nationen und internationale Institutionen, die Zivilbevölkerung zu schützen, Waffenlieferungen zu stoppen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.

  • 35 € können helfen, die Aussage einer überlebenden Person sicher zu dokumentieren, einschließlich der dafür notwendigen Transport- und Recherchekosten.
  • 50 € können einen Monat Satelliteninternet für Recherchen in abgelegenen Gebieten ermöglichen.
  • 100 € können Ermittlungen unterstützen, mit denen Verantwortliche für Kriegsverbrechen identifiziert werden.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie unabhängige Menschenrechtsarbeit weltweit. Die Menschen im Sudan dürfen nicht allein gelassen werden. Bitte unterstützen Sie Amnesty International jetzt mit Ihrer Spende.

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