Senatorin Leila de Lima sitzt im Gefängnis, weil sie Präsident Duterte kritisierte

Die bekannte philippinische Anwältin und Senatorin Leila de Lima wurde im Februar 2017 wegen konstruierter Anklagen festgenommen und befindet sich seitdem zu Unrecht im Gefängnis in Camp Crame, Manila. Dort befindet sie sich aufgrund der derzeitigen Situation in großer Gefahr, sich mit COVID-19 anzustecken.

Senatorin de Lima ist eine der unerschrockensten Kritiker*innen von Präsident Dutertes Vorgehen im „Kampf gegen Drogen“, der bereits tausende Todesopfer gefordert hat. Als Vorsitzende der Philippinischen Menschenrechtskommission ließ sie 2012 Dutertes Verbindungen zu einer Vielzahl außergerichtlicher Exekutionen in Davao City untersuchen.

Vier Jahre später wurde Duterte zum Präsidenten gewählt. Die Untersuchungen hatte er ihr nie verziehen, den Medien teilte er mit, dass er de Lima „öffentlich vernichten“ werde.

Leila de Lima sitzt im Gefängnis, weil sie sich nicht einschüchtern ließ und den willkürlichen Tod so vieler Menschen nicht schweigend hinnehmen konnte. Nun droht ihr eine Ansteckung mit COVID-19 im Gefängnis.

Jetzt Freilassung fordern

Dieser Appell richtet sich an Justizminister Menardo Guevarra und Vincente Sotto, Präsident des Senats.

Musterbrief und zusätzliche Appelladressen findest du hier.