Mit 15 Jahren in die Todeszelle

2017 war Magai Matiop Ngong 15 Jahre alt. Er ging zur Schule, war ein guter Läufer und liebte es, Gospellieder zu singen. Doch dann, im Mai 2017, änderte sich alles schlagartig.

Magai wollte seinem Cousin in einem Streit mit einem Nachbarn beistehen. Als der Streit eskalierte und der Nachbar eine Waffe zog, geriet Magai in Panik und holte ebenfalls eine Pistole. Im darauffolgenden Handgemenge feuerte Magai Warnschüsse in den Boden – eine der Kugeln prallte ab und verletzte seinen Cousin tödlich. Es war ein schrecklicher Unfall.

Doch Magai wurde festgenommen und angeklagt, seinen Cousin ermordet zu haben. Im November 2017 wurde er zum Tode durch Hängen verurteilt. Während seines Prozesses hatte Magai keine rechtliche Vertretung, erst nach der Verurteilung bekam er Unterstützung von einem Anwalt. Der Anwalt von Magai legte am 27. Dezember 2017 Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts ein. Noch immer wartet Magai auf die Anhörung seiner Berufung.

„Meine Hoffnung ist, freizukommen und wieder in die Schule gehen zu können.“  

Mit Magais Verurteilung verstoßen die südsudanesischen Behörden gegen internationales Recht und gegen ihre eigene Übergangsverfassung. Die Anwendung der Todesstrafe gegen Menschen, die zum Zeitpunkt, als die Straftat begangen wurde, jünger als 18 Jahre alt sind, ist strengstens verboten. Die Todesstrafe ist die grausamste und unmenschlichste Strafe überhaupt. Setzen wir uns gemeinsam für Magais Leben ein!

Fordere die südsudanesischen Behörden dazu auf, Magais Todesurteil sofort aufzuheben.

Jetzt mitmachen

Dieser Appell richtet sich an Salva Kiir Mayardit, Präsident der Republik Südsudan über die südsudanesische Botschaft in Berlin.

 

Appellbriefe hier als PDF herunterladen.