Nasrin Sotoudeh im Hungerstreik

Im Iran befinden sich hunderte Menschen zu Unrecht im Gefängnis. Viele von ihnen sind gewaltlose politische Gefangene, die nur in Haft sind, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben.

Zugleich ist der Iran von der Corona-Krise besonders schwer getroffen. Die hygienischen Zustände in den Gefängnissen sind miserabel. Es werden nur wenige Vorkehrungen getroffen, um die Verbreitung der Krankheit innerhalb der Haftanstalten zu verhindern.

Die Behörden haben jedoch bereits Tausende Gefangene freigelassen, um sie vor einer Ansteckung zu schützen. Doch gerade jene Menschen, die zu Unrecht im Gefängnis sind, wurden bisher nicht freigelassen.

Die inhaftierte Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist aus Protest in den Hungerstreik getreten. Frauenrechtsverteidigerinnen wie Yasaman Aryani und ihre Mutter müssen ebenfalls freigelassen werden. Auch der Österreicher Kamran Ghaderi, der sich zu Unrecht im Evin-Gefängnis befindet, ist aufgrund seiner schlechten Gesundheit in besonderer Gefahr!

Fordere jetzt von den iranischen Behörden:

  • die sofortige Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen
  • in Erwägung zu ziehen, besonders gefährdete Gefangene freizulassen
  • die sofortige Ergreifung von Maßnahmen zum Schutz aller Häftlinge

Jetzt mitmachen

Dieser Appell richtet sich an Ebrahim Raisi, Oberste Justizautorität.