Menschenrechtsverletzungen bei Demonstrationen

Es begann am 18. Oktober als Protest gegen eine Preiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr – inzwischen demonstrieren die Menschen im ganzen Land, um ihre große Unzufriedenheit über die sozialen und politischen Verhältnisse in Chile zu äußern.

Als Reaktion verhängte die Regierung am 19. Oktober den Ausnahmezustand. Das Militär übernimmt Polizeiaufgaben, unter anderem bei Demonstrationen. Im Großraum von Santiago und anderen Städten gilt eine Ausgangssperre.

Seitdem wird von Menschenrechtsverletzungen berichtet: Massenfestnahmen, zahlreiche Folter- und Misshandlungsvorwürfen, Schwerverletzte und Tote bei gewaltsamen Zwischenfällen.

Fordere jetzt den Präsidenten von Chile dazu auf,

  • sich mit den Forderungen der Protestierenden zu befassen,
  • das Recht auf friedliche Versammlung zu respektieren,
  • den Einsatz des Militärs auf Demonstrationen zu beenden und
  • dafür zu sorgen, dass die internationalen Standards zur Gewaltanwendung durch Sicherheitskräfte eingehalten werden.
Dieser Appell richtet sich an Präsident Sebastián Piñera via die chilenische Botschaft in Wien.

Weitere Informationen und Appelladressen findest du hier.